FREMDENFÜHRER

Wie verliebt man sich am besten in sein Gastland? – Indem man versucht anderen die unendlichen Schönheiten nahe zu bringen. Und Schönheiten gibt es hier ja viele.

Ich hatte mich ja schon 2016 in dieses vielfältige Land verliebt, darum bin ich unendlich dankbar nun die Chance zu haben dieses vielfältige Land weiter und intensiver zu erforschen.

Am Sonntag Früh fuhr ich bei ziemlich frischen Temperaturen dem Sonnenaufgang Richtung Flughafen entgegen. Dann wartete ich ungeduldig darauf, dass meine Freundin unter all den gesichtslosen Maskenträgern auftaucht. Interessant, wie man die Leute nach Körperstatur, möglicher Kleiderwahl und Koffer scannt.

Endlich tauchte jemand an der letzten Röntgenkontrolle auf der aussah wie meine Freundin, und was war das???? Kam doch da die Dame vom Zoll und nahm sie mit! Oh jeh, war sie das wirklich, was hat der Zoll zu beanstanden? Die Salatsamen oder die Kräuter? Oder die Covid Schnelltests? Vielleicht war sie es ja gar nicht und kommt gleich um die Ecke.

Nichts, nur junge Leute mit quengligen, übermüdeten Kindern.

Plötzlich schießt jemand raus, ohne Gepäck direkt zum Geldwechselschalter, lüftet kurz die Maske und dreht sich wieder um. Da kommt auch schon die Dame vom Zoll. Jetzt hält mich natürlich keine Absperrung mehr und auch die Dame vom Wachdienst drückt 3 Augen zu. Es ist tatsächlich so, dass die Covid Tests für unserer Projekt erstmal verzollt werden müssen und dafür brauchen wir Bargeld, da die Swipemashine natürlich außer Betrieb ist. Also schnell zum Kartenautomat, der spuckt leider nur die Hälfte der Summe aus, den Rest finanzieren wir aus der Urlaubskasse.

Als dieserer Anfangsschreck überwunden war haben wir uns frohgelaunt in unser erstes Urlaubsdomizil begeben. Die River Crossing Lodge. Schön gelegen auf einem Hügel mit Blick auf Windhoek in der Ferne.

Erstmal gönnten wir uns ein leckeres Frühstück und danach erkundeten wir die nähere Umgebung und entdeckten allerhand interessantes Getier und Pflanzen.

Am Nachmittag gönnten wir uns noch nach einer abenteuerlichen Abfahrt ins Tal einen Ausritt durch die Hügel der Umgebung. Leider ist uns außer den Erdhörnchen (Mongos) auf der Farm kein weiteres nennenswertes Tier begegnet. Schade hatten wir doch um die Mittagszeit von oben ein Oryx erspäht.

Nach einem excellenten Abendessen hat uns dann aber bald die Müdigkeit übermannt. Und so ging ein ereignisreiche Tag zuende.

Am anderen Morgen machten wir uns nach einem tollen Frühstück wohlgelaunt auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Der Holzmarkt in Okahanja. Unterwegs stockten wir unsere Vorräte noch mit etwas Obst auf. Schnell hatten wir unser nächstes Ziel erreicht, aber auch genauso schnell wieder verlassen. Die Händler dort sind fast über uns hergefallen, offenbar waren schon lange keine Kunden mehr gekommen. Ich habe mit stoischer Ruhe die Sachen ausgesucht, die noch auf meiner To-Do Liste standen und dann haben wir uns schleunigst vom Acker gemacht. Ob ich da jeh wieder anhalten werde??

Nächstes Ziel: Ojiwarongo. Dort habe ich bei der Hinfahrt einen riesigen Eurospar Supermarkt entdeckt, den wir unbedingt erkunden mussten, denn das Angebot in Rundu ist schon ein bisschen dünn und in Windhoek muss man immer einen Umweg durch die Stadt machen. Wir fanden dort ei wahres Schlaraffenland (verglichen mit Rundu) und haben gleich ein ganz kleines Bisschen eingekauft. 😁

Von dort ging es weiter zu unserem eigentlichen Ziel des Tages, das Cheetah Conservation Center. Eine Station in der verwaiste, kranke und fehlgehaltene Geparden gehalten, erforscht und unter Umständen auch wieder ausgewildert werden.

Auf dem Weg abseits der Hauptstraße begrüßten uns schon einige Wildtiere entlang der Straße.

Den Abend ließen wir am Wasserloch mit einem Glas Wein und einem saftigen Buschsteak ausklingen. Ein Schakal streifte durch die Büsche und hatte keine Lust auf Fotoshooting. Dafür war der Sonnenuntergang wieder gewohnt schön. Und der fast volle Mond erleuchtete die Abendlandschaft.

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