Urlaub und Alltag

Jetzt bin ich schon über einen Monat hier im Land. So langsam verschwindet der Urlaubsblick und ich bin im Alltag abgekommen.

Gerne wird Namibia als Afrika light beschrieben.

Es stimmt im fernen Windhoeck ist es fast wie in Deutschland. In der Hauptstadt mit den modernen Supermärkten, und all den Geschäften, den schönen Häusern und den gepflegten Gärten und dem gemäßigten Klima. Restaurants mit Schnitzel, Eisbein und Co.    und das gemischt mit ein bisschen Afrikafeeling.

Verlässt man die Hauptstadt wird es zusehens ruhiger und einsamer. Je nach Route ist man auf einer mehr oder weniger guten Asphaltstraße oder auf einer der gutgepflegten Gravel-roads.

Man fährt vorbei an eingezäunten Farmen oder durch wunderschöne einsame Landschaften die sich nach jeder Biegung  immer wieder atemberaubend verändern. Auf einheimische Bevölkerung trifft man nur selten und Einblick in ihren Lebensalltag bekommt man gar keinen, denn man erlebt sie nur als adrett eingekleidetes Service-Personal in den Lodges oder als ‚Wilde‘ wenn man die Kultur- Schaudörfer besucht. Aber mit den eigentlichen Lebensbedingungen hat das meist nicht viel zu tun.

Niemand sieht, dass wir mit Köstlichkeiten bedient werden, wärend diese Menschen oft nicht mal EINE anständige Malzeit pro Tag haben, dass sie nicht in tollen Lodges oder Luxery Tents wohnen sondern in selbst gezimmerten Blechverschlägen oder gar nur im Zelt, und auf den Dörfern in ihren traditionellen Hütten, was oft die bessere Variante ist.

Um zur Arbeit zu kommen nehmen sie einen Fuẞmarsch von bis zu einer Stunde auf sich, den sie am Abend nach getaner Arbeit auch wieder zurück gehen. Ich stelle mir gerade vor was in Deutschland abgehen würde wenn man das von einem Arbeiter verlangen würde.

Corona hat die ganze Situation noch verschlimmert, nicht dass die Krankheit hier schlimmer wütet als in Europa, im Gegenteil die Insidenzen sind hier viel niedriger als bei uns und in der Öffentlichkeit halten sich die Menschen sehr diszipliniert an die Maskenpflicht und an die Abstandsregeln und an jedem Gebäudeeingang steht jemand mit der Desinfektionsflasche zur Händedesinfektion. Nein, die Touristen sind ausgeblieben und viele Lodges mussten entweder ganz schließen oder drastisch Personal reduzieren und somit sind viele arbeitslos und werden nicht von einem Sozialstaat aufgefangen. Es gibt zwar ein Foodprogramm, bei dem Lebensmittel an Bedürftige verteilt werden, aber bis man da eine Berechtigung bekommt ist man verhungert. Dazu kommt, dass Landwirtschaft auf den trockenen Sandböden nicht einfach und nicht besonders ertragreich ist. Selbst  viele einheimische Weiße haben es nicht einfach.

Und trotzdem bin ich bis jetzt nur freundlichen und zuvorkommenden, höflichen und hilfbereiten Menschen begegnet.

Und dass das alles nicht schon schlimm genug ist, kommt in diese wunderschöne Kavango Flusslandschaft ein kanadischer Konzern(Recon Afrika) ködert die Regierung mit verlockenden Angeboten um Öl zu bohren. Dass dabei das ganze Wildlife, das Ökosystem und der Tourismus zerstört wird interessiert diese Menschen nicht. Die paar Arbeitsplätze die da geschaffen werden für schlecht bezahlte Arbeiter wiegen den Schaden der hier entsteht nicht auf. Das große Geld machen wieder die Ausländer die hinterher herablassend auf die dummen Afrikaner herabschauen und sie beschimfen wenn sie in Europa auftauchen und um Unterstützung bitten. Und von wegen man muss sich an die Kulur und die Gesetze des Landes anpassen, sowas gilt für solche Herrschaften nicht, denn die machen ihre eigenen Gesetze. Das macht mich wütend und traurig zugleich, denn gegen solche Geldhaie ist man einfach machtlos und die Menschen und das Land sind immer noch ihr Spielball.

Diverse Organisationen versuchen das Trotzdem zu verhindern. Wer mithelfen möchte bitte unbedingt unterschreiben damit sowas verhindert wird.

Rettet den Regenwald:

Kein Öl aus Afrikas Schatzkammer!
Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. Bitte unterstützen Sie den Widerstand gegen die Förderung fossiler Energie, die die Klimakatastrophe verschlimmert.

News und Updates
Appell
An: Präsident von Namibia Hage Geingob, Ministerpräsident von Namibia Saara Kuugongelwa-Amadhila, Präsident von Botswana Dr. Mokgweetsi Masisi

„Die Ausbeutung von Erdöl gefährdet die Natur Ihrer Länder und das Weltklima. Bitte verhindern Sie das Projekt von ReconAfrica“

GANZES ANSCHREIBEN LESEN

„Das Erdöl muss im Boden bleiben“, fordert Ina Shikongo. Die Aktivistin von Fridays for Future (FFF) in Namibias Hauptstadt Windhoek kämpft gegen das Projekt, im Nordosten des Landes bisher unentdeckte Erdöl-Vorkommen auszubeuten. “Die Ölförderung wäre nicht nur eine Katastrophe für das Weltklima, das Wasser und die Tierwelt, sondern darüber hinaus für die örtliche Bevölkerung.“

Das Projekt, das Ina, weitere Aktivisten von FFF und Frack free Namibia so vehement bekämpfen, wird von der kanadischen Firma ReconAfrica vorangetrieben. Das Unternehmen behauptet, ein immenses, tiefes Sediment-Becken entdeckt zu haben – womöglich gefüllt mit Erdöl und Gas. ReconAfrica hat eine Erkundungslizenz im Kavango Basin ergattert.

Sollten Erkundungsbohrungen erfolgreich sein, will die Firma 2 Milliarden Barrel Erdöl fördern – bevor sie in tiefere Schichten vordringt. Umweltschützer fürchten, dass die Firma eigenen Beschwichtigungen zum Trotz auf Fracking setzt, weil sie in Marketing-Material von “unkonventionellen Methoden” spricht – ein beschönigender Ausdruck für Fracking.

Jetzt hat ReconAfrica die erste Test-Bohrung beendet! Sie schlägt eine Schneise durch den Busch, um den Bohrturm zur zweiten Erkundungsstelle zu schaffen.

Die ökologischen Folgen des Projekts können verheerend sein. Es gefährdet über die Gewässer in Namibias trockenen Savannen und das berühmte Okavangodelta in Botswana, das wegen seines Artenreichtums ein Unesco Welterbe und Heimat von Elefanten, Flusspferden und Vögeln in großer Zahl ist. Der Tourismus und die Lebensgrundlage der Einheimischen wie den San sind in Gefahr.

Um das Weltklima, die Artenvielfalt, die Gewässer und die Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung zu bewahren, muss das Projekt von ReconAfrica gestoppt werden.

Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift.

Hinter­gründe
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Diese Petition ist in folgenden Sprachen verfügbar:
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150.430 Teilnehmer
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