Die letzte Etappe – Ziel Windhoek.

Heute startete der Tag trocken mit einem schönen Sonnenaufgang und angenehmen Temperaturen. Es ist zwar etwas diesig, aber das liegt am Sand in der Luft.

Erst führt uns der Weg Noch einmal ein kleines Stückchen zurück Richtung Solitaire bevor wir In Richtung Naukluftberge abbiegen auf eine kleine D-Straße.

Die Strecke durch die Berge war einfach nur atemberaubend schön. Wir konnten gar nicht so oft anhalten und Fotos machen.

Bergauf, bergab, um Berge und Hügel herum und jedesmal ein neues Wow!

Auf einer Seite der Fels ind auf der anderen Seite tiefe zerklüftete Schluchten, durch die in der Regenzeit das Wasser von den Hängen rauscht.

Als die Berge überwunden waren öffnete sich das Land wieder zu seiner endlosen Weite.

In Rehoboth kamen wir dann auf die B1 eine tolle Teerstraße die und flott nach Windhoek brachte.

Jetzt heißt es Auto ausräumen, umpacken, und uns endgültig von allem was nicht mit nach Deutschland geht zu verabschieden.

Über den südlichen Wendekreis

Heute Morgen haben wir uns zu unserem vorletzten Ziel aufgemacht. Wie schon in den letzten Tagen, begrüßte uns der Tag kalt und neblig.

Der Weg führt uns durch den Namib-Naukluftpark. Stück für Stück kämpfte sich die Sonne durch und bald war der Nebel verschwunden und Afrika’s Sonne wärmte uns wieder in der Wüste.

Wir überquerten den Kuisibpass, und fuhren durch der Kuisib Canyon und kletterten wieder hinauf zum Gaubpass und genossen der herrlichen Ausblick über die Berge.

Zur Mittagszeit passierten wir den südlichen Wendekreis. Die Sonne hat noch ein Stückchen zu gegen bis sie hier senkrecht steht.

Von dort ging es nach Solitär.

Zu unserem erstaunen hat sich dort seit 2016 einiges verändert. Schon unterwegs fiel uns auf, dass mittlerweile einige Lodges entstanden sind. War es damals eine kleine Tankstelle mit einer Bäckerei mitten im Nichts, ist dort mittlerweile eine Lodge, ein rießiger Restaurantbetrieb und es geht zu wie im Bienenhaus.

Zum Glück gibt es noch den berühmten Apefelkuchen.

Bisher waren wir meist allein auf weiter Flur, heute ging es zu wie auf der Autobahn und die Touries rasen auf dem Gravel als wären sie auf der Flucht.

Von hier aus ist es nicht mehr weit zu unserem heutigen Ziel, der Namib Dessert Lodge.

Eine weitere Auffälligkeiten war: 2016 war das hier alles Wüste, es waren die Dürrejahre gewesen. Heute nach den beiden guten Regenjahren ist das ganze eine goldgelbe Graslandschaft.

Nicht nur an der Rezeption wurden wir herzlich empfangen, auch vor unserem Bungalow begrüßt uns ein Oryx.

Als sich die Hitze des Tages etwas gelegt hatte, machten wir uns auf den 3km langen living Dünenweg zu begehen. Ein bißchen Bewegung nach der Fahrt soll ja nicht schaden. 😜

Eine Herde Oryx mit ihren Babies begleitete uns..

An der Lodge zurück empfing uns eine Schule Perlhühner/Guineafowls

Natürlich gibt es heute auch wieder einen schönen Sundown.

Meer und Wüste

Heute gibt es wieder einen Bericht mit Bildern.

Nachdem wir gestern Swakopmund mit einer Shopping Tour erkundet haben, gab es heute wieder Aktion.

Schon um 8h ging es los. Natürlich hatte Swakopmund und Walvis Bay Nebel wie meistens und besonders warm war es auch nicht. Aber es ist ja auch noch immer Winter.

Wir wurden von einem Bus abgeholt und nach Walvis Bay in den Hafen gebracht. Von dort starten wir auf einem kleinen Katamaran auf eine Delfin, Robben, Walfisch Tour mit Austernessen. Zum Glück bin ich ja mittlerweile geübt im Zwiebel-Look (Leggins unter der Jeans, und 4 Lagen Shirts und Jacken. Dazu gab es auf dem Boot noch eine Decke.

Gleich bei der Abfahrt wurden wir von den Möwen umschwärmt.

Der obligatorische Seehund tauchte auch bald zum kuscheln auf.

Doch nicht alle waren so schmusebedürftig, sondern eher hungrig beziehungsweise gut dressiert.

Dann machten wir einen Schwarm Delfine aus, ich war mit der Kamera leider zu langsam um ein richtig gutes Bild zu machen.

Am Robben Island war dann auch mächtig was los.

Auch die Flamingos waren diesmal hier. Je nach Jahreszeit wandern sie.

Mit dem Wal hatten wir leider kein Glück, obwohl erst gestern einer in der Bucht gesichtet wurde. Aber man kann halt nicht alles haben.

Dafür besuchte uns zum Abschluss nach dem Austernessen noch ein Pelikan.

Wieder zurück im Hafen ging es nach einer kurzen Pause gleich weiter mit einer Tour in die Wüste und zum Sandwich Harbour.

Zu Beginn gab es nochmal Flamingos. Diesmal fast hautnah.

Vorbei an einer Salzgewinnungsanlage, die unser Streusalz für den Winter in Deutschland produziert, ging es ab in die Sanddünen. Anfangs, weil Ebbe war, auch noch erst am Strand entlang.

Aber irgendwann ging es die Dünen hinauf.

Der Blick war atemberaubend.

Was dann kam war nicht unbedingt meine Sache, obwohl ich zugeben muss, dass der Adrenalinkick auch was hat. Es ging wild die steilen, hohen Dünen rauf und runter.

Ich glaube den Neigungswinkel kann man im Photo gar nicht richtig darstellen. Manchmal ging es senkrecht rauf und runter. Ob das aus ökologischer Sicht so toll ist? Die Fahrkünste des Fahrers muss man aber neidlos anerkennen.

Am Ende gab es an einem Wasserloch (unterirdisch fließt der Kuiseb River ins Meer) ein Picknick. Um das Wasserloch wuchsen die bekannten !Nara-Früchte. Diese werden von den Topnaar Leuten, ein Damaraclan der dauerhaft im Sandwich Harbour angesiedelt ist, geerntet. Sie sind essbar und aus den Samen wird ein tolles Öl gewonnen.

Den Abend werde ich wohl warm in meine Decke eingemummelt verbringen.

Sonnenuntergang gab es wege des Nebels heute eh keinen Besonderen.

Berge und Meer

Die Nacht haben wir mit allen verfügbaren Decken gut und warm überstanden, die Dusche war lauwarm, aber besser als nichts.

Frühstück gab es dick eingehüllt in Decken, und ich fühle mich wie eine Zwiebel, mit mehreren Schichten Kleidung und Jacken. Beim Packen musste ich feststellen, dass sogar die Windschutzscheiben gefroren sind.

Heute führt uns der Weg an der Spitzkoppe vorbei Richtung Swakopmund.

Von verschiedenen Seiten ändert sich auch der Anblick., aber immer beeindruckend.

Da wir heute nur eine kurze Strecke vor uns haben beschlossen wir über die D- Straße Richtung Heniesbay zu zuckeln. Das goldgelbes magere Grassland ging mehr und mehr in Wüste über. Bald war es nur noch Sand.

Endlich hat die Wüste ein Ende, vor uns liegt Heniesbay und das Meer. Die Sonne scheint und es ist warm.

Da gerade Mittagszeit war gönnten wir uns einen leckeren, frischen Fisch.

Und jetzt auf nach Swakopsmund.

Nachdem ich eine heiße! Dusche hatte und in frischen Kleidern steckte, machten wir einen Spaziergang durch den alten Hafen und zur Mole. Wir genossen natürlich mal wieder einen Sundown, dieses Mal am Meer.

Das südliche Erongogebirge

Heute weckte uns wieder dicker Nebel. Es war bitter kalt. Eigentlich hatten wir geplant eine Fahrt mit Wanderung zu den Felszeichnungen zu unternehmen. Davon nahmen wir, nach reichlicher Überlegung, Abstand, zumal der Nebel eher dichter als lichter wurde.

Dafür machten wir nach dem Frühstück einen 1 sündigen „Spaziergang“ mit Klettertour hinter der Lodge. Nach so viel sitzen und fahren tut ein bisschen Bewegung ganz gut.

Auch auf diesem Weg waren ein paar wenige Felszeichnungen zu sehen.

Dann machten wir uns auf den Weg nach Omaruru, die Stadt/das Dorf ist bekannt für seine Künstler.

Die Strecke scheint recht gefährlich zu sein, passierten wir doch einige besondere Warnschilder. – Leider nichts gesehen.

In Omaruru besuchten einen netten älteren deutschen Herrn, der dort aus Wurzeln und Altholz tolle ungewöhnliche Tiere und Figuren macht und in seinem Shop wohl auch Artikel von anderen Künstlern der Umgebung verkauft. Es gab viele schöne Sachen aber unser Packvolumen ist leider begrenzt.

Von dort ging es um das Erongo Gebirge herum Richtung Swakopmund um von unten wieder in die Berge hinein zu fahren.

Ziel war die Gästefarm Ameib, auf deren Consevensy die Philip’s Höhle liegt.

Auch eine Pippipause kann kleine Schätze im sonst goldgelben trockenen Grassland zutage bringen.

Kurz nach 14 h waren wir auf der Ameib Gästefarm und nachdem die Zimmer noch nicht fertig waren, sind wir gleich Richtung Höhle aufgebrochen. Es hieß 1 Stunde zu Fuß einfache Strecke. Na das schaffen wir doch lässig. 😂

Erst ging es ganz moderat über ein paar Felsblöcke den Berg hinauf. Von dort ging es dann ins nächste Tal wieder über große Felsbrocken hinunter.

Den ersten Wall haben wir überwunden

Wir durquerten das Tal, das trotz weichem Sand relativ einfach war. Aber dann! Es ging über große Felsblöcke steil nach oben. Irgendwann kamen wir an den Punkt wo wir uns die Frage stellten ob es das ganze wert ist.

Der Ausblick war fantastisch

So ganz am Tiefpunkt packte mich dann der Ehrgeiz und ich sagte mir, jetzt sind wir soweit gekommen jetzt geben wir nicht auf. Wir schaffen das!

Belohnt wurden wir mit Wandzeichnungen.

Eine andere Attraktion hier ist der Elefant head.

Am späten Nachmittag ging es zurück zur Farm.

Wurden wir bisher immer mehr oder weniger freundlich und zuvorkommend umsorgt, ist es hier eher basic. Das Personal spricht nur das aller Notwedigste. Die Zimmer sind sauber und mit dem notwendigsten ausgestattet. Das Essen war gute Hausmannskost, wurde aber bei 8°C im Freien serviert. Wir wollten dann doch lieber auf die Nachspeise verzichten und gönnten uns einen Schnaps aus unserem Gepäck im Bett. Mal sehen ob wir heute Nacht noch auf unsere Schlafsäcke zurück greifen müssen, denn die Decken sind auch ziemlich dünn und die Wetterapp sagt – 2°C.

Morgen gibt es auf dem Weg nach Swakopsmund noch einen Abstecher zur Spitzkoppe und dann freuen wir uns auf Meer, Wale, Robben und Flamingos. Hoffentlich steigen die Temperaturen wieder.

Durchs Damaraland ins Erongogebirge

Nachdem der Morgen so kalt und neblig gestartet war, wärmsten wir uns unter der warmen Dusche auf und wechselten auch zu frischer Kleidung.

Frisch und sauber starteten wir unseren Weg durchs Damaraland die Hügellandschaft lief so langsam aus und wir kamen mehr und mehr in Grassland mit verstreuten Felsblöcken.

Dazwischen flanlierten Gebirgeszüge die sandbedeckt waren

Twyfelfontain und die burned Mountains ließen wir links liegen, hatten wir die ja schon 2016 besucht. Zu unser Überraschung trafen wir mitten auf der Strecke auf eine nagelneue Teerstraße. Leider nur kurz, weil der Rest der Strecke noch gebaut wird. Aber die Sandstraße war auch nicht schlecht. Leider war das Stück danach dann so schlecht, dass wir lieber auf der Seitenspur fuhren. Da waren wir wohl nicht die ersten.

Dann gab’s wieder bizarre Felsfomationen am Wegrand.

Auch so langsam wurde an der Kleidung der Menschen klar, dass wir so langsam ins Hereroland wechseln. Ich finde diese Art der noch alt hergebrachten Kleidung immer wieder schön.

Bei Uis kommen wir dann dem Erongo Gebirge immer näher. Es wirkt wie ein weites Land mit einzelnen spitz aufragenden Bergen darin, oder einfach aufgestabelte runde rießige Steine wie von Riesen aufgestapelt. Manchmal so birarr, dass man sich wundert dass sie nicht einfach herabrollen. – einfach faszinierend.

Endlich gegen Abend erreichen wir AiAiba, eine Lodge inmitten dieser Steinberge. Dort wollen wir morgen die berühmten Felszeichnungen erkunden.

Nach all der Fahrerei einmal etwas Fußarbeit.

Und selbstverständlich auch heute wieder der faszinierende Sonnenuntergang des südlichen Afrika’s von dem ich wohl immer begeistert sein werde.

Sleep out in der Wüste

Nach der langen Fahrt am Vortag, haben wir den Tag langsam angehen lassen. Wir haben die Lodge und die Campside erkundet, waren wir doch 2016 als Camper schon einmal hier. Damals war es unter einer anderen Leitung. Unseren damaligen Stellatz habe ich unverändert wieder gefunden. Sogar die freche Krähe war noch da.

Am Nachmittag ging es erst mal auf einen scenic Drive. Von den Tiersichtungen war es nach Etoscha eher mager. Ein paar Zebras, ein paar Elefanten mit Mini Baby, und Giraffen und natürlich Springböcke.

Nach dem Sundowner ging es dann Richtung Wüsten- Camp, das inzwischen für uns aufgebaut war. Das Lagerfeuer brannte auch schon. Der Fahrer ließ uns mit unserem Guide zurück.

Wir brutzelten uns gemeinsam Kudusteaks, dazu gab’s Salate und Rotwein.

Nach anregenden Gesprächen am Feuer und unter klarem Sternenhimmel begaben wir uns in unser Zelt. Die Matratze war zwar etwas gewöhnungsbedürftig hart, aber die Decken waren warm und kuschelig. Um 2 Uhr musste ich neben anderem noch einmal den atemberaubenden Sternenhimmel bewundern.

Um so größer war die Überraschung am Morgen, fast hätten wir in unserem kuscheligen Bett verschlafen, als wir aus dem Zelt kamen war dicker Nebel.

Der Morgendrive nach dem Frühstück war kein Vergnügen sondern nur kalt. Wir sind dann auch ganz schnell Richtung Lodge abgebogen da gab es vor der Abfahrt noch eine heiße Dusche.

Durchs Kaokoveld nach Palmwag

Heute war wieder Reisetag. Schon früh sind wir aufgebrochen mit der aufgehenden Sonne. 9 Std auf mal mehr, mal weniger guter Gravelroad, bergauf, bergab, hunderte von kleinen trocken Bachläufen, die die Straße in tiefen Gräben durchziehen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war ~ 50 km/h.

Wie schon so oft erwähnt, fasziniert mich immer wieder: den Wechsel der Landschaften wenn die Straße einen Bogen macht, oder wenn man über einen Hügel kommt.

Erst war es das Abwechselnde mal grau, mal rot des Gebirges, Heimat der Himbas. Um Opuwo waren dann auch die schön gekleideten Hererofrauen mit ihren tollen Hüten.

Dann ging es weiter durch endlos scheinendes Gebirge. Mal gab es Felsfomationen die wie frische Lava schienen, die an den Bruchstellen rot leuchteten.

Dann ging es über einen steilen Pass – das einzige Stück Teerstraße – und nach einem kurzen engen Felsenabschnitt öffnete sich die Landschaft in das weite, gelbe, grasbewachse Tal des Hoanib rivers bei Sessfontain.

Nach einiger Zeit geht’s dann wieder bergauf, bergab, die Vegetation wird langsam wieder spärlicher und ich konnte kaum noch erwarten endlich die Palmen von Palmwag zu sehen.

Menschen und Tiere gab es auf der ganzen Strecke nur wenige. Wovon sollen sie auch leben. Die Ziegen und Rinder tun mir leid, denn viel zu fressen gibt es nicht. Ein bisschen vertrocknete Blätter und einzelne Grashälmchen zwischen den Steinen. Wasser ist auch rares Gut. Keine grünen saftigen Weiden wie bei uns zuhause. Ganz zu schweigen von den Menschen die in dieser Gegend überleben müssen. Für mich fast unvorstellbar.

Natürlich endet der Tag wieder mit einem fantastischen Sonnenuntergang.

Morgen geht es auf einen ganz besonderen Trip, ein Outing in die Wüste mit sleep over. Ich bin schon total gespannt was uns da erwartet.

EPUPA 2

Eigentlich wollte ich heute nichts schreiben, aber ich bin sooo überwältigt, dass ich es teilen muss.

Von den Bilder her dachte ich, die Fälle sind ein „netter“ kleiner Abbruch des Kunene Flusses.

Unser Besuch des Falls direkt hinter Epupa war schön weit eindrucksvoller als erwartet.

Vonn oben betrachtet kann man dann erst das ganze Ausmaß dieser Fälle erfassen. Ich bin total beeindruckt, und in keinem Reiseführer habe ich bis jetzt auch nur annähernd etwas gefunden was diese Faszination widerspiegelt.

Es ist so weitläufig, daß man es gar nicht mit einem Bild erfassen kann.

Wenn man dann bedenkt, dass wir in der Trockenheit sind und die Fälle am Ende der Regenzeit voll sind, dann erreichen Sie fast die Faszination der Victoriafälle.

Das alles liegt am Ende der Welt. Der Fluss ist die Grenze zu Angola und dort sind erstmal nur Berge und ödes trockenes Land. Nach Westen geht es auch nur noch zu Fuß weiter durch die Berge und die Skeletonküste – ca 200 km bis zum Atlantik.

Nach Osten gibt es eine Straße, zum Teil am Kunene entlang, die ist so schlecht, und bergig, dass wir nach 15 km umgekehrt sind.

Die Gegend hier ist zwar karg, und ich kann mir nicht vorstellen hier zu leben, aber bei genauen Hinsehen kann man doch ein paar Juwelen entdecken. Ich werde keine Bilder von den Himbafrauen machen auch wenn es schön ist sie anmutig auf ihre traditionelle Weise hier zu sehen.

Für den Rest des Tages werden wir und wohl am Pool etwas entspannen, denn morgen begeben wir uns auf die lange Strecke nach Palmwag.

Epupa

Heute waren wir wieder mit dem ersten Tageslicht auf und schon vor 8h abfahrbereit. Die Löwen haben nachts des öfteren gebrüllt. Das Wasserloch an der Lodge lag verlassen da.

Wir versuchten unser Glück am nächsten Wasserloch Richtung Gate. Beim reinfahren postet ein Schakal für uns auf der Straße.

Am Wasserloch stand ein Safari-Auto aber es schien im ersten Moment nichts zu sehen zu sein. Doch! Da liegt eine Löwin – da sind noch 2!

Aber die Löwin ist nicht faul und entspannt, sie hat irgendwas im Auge. Spannung liegt in der Luft.

Dazwischen bewegen sich ein paar Schakale leichtfüßig ans Wasser. Auf der anderen Seite streiten sich ein Sektetär und ein Schakal. Ein Springbock läuft gemächlich durch die Szene aber keiner rührt sich. –

Plötzlich duckt sich die Löwin ins spärliche Gras. Was hat sie bloß im Auge? Da kommt von hinten ein Zebra, so langsam nähert sich der Rest der Herde die Löwin wird immer flacher. Die anderen beiden Löwen beobachten die Szene eher gelassen. Die Zebras nähern sich äußerst vorsichtig und zögerlich. Jetzt kommt von der anderen Seite noch eine Zebraherde. Eine Schule Perlhühner trippelt zum Wasser. Die Löwin liegt immer noch flach. Nicht mal die Schwanzspitze bewegt sich mehr. Die Perlhühner trippeln wieder davon, die Zebras kommen zögernd näher. Ein paar Schakale marschieren zum Wasser. Der Sekretär verteidigt immer noch seinen Schatz.

Plötzlich springt die Löwin auf und jagt in die Zebraherde. Offensichtlich zu früh denn alle Zebras spritzen auseinander und entkommen. Verdutzt schaut sie den Zebras nach, die durstig von dannen ziehen. Frustriert schleicht sie zurück zum Wasserloch, löscht ihren Durst und legt sich zu den anderen beiden die ihre Rückkehr begrüßen.

Was für ein Tagesanfang, was kann das noch toppen.

Aber nun wird es Zeit uns auf den Weg zu machen. Noch 30km, dann haben wir den Park einmal von Nordost nach Südwest durchquert. Ein Erlebnis das wir nicht missen möchten.

Jetzt 210km bis Opuwo, da ist die letzte Möglichkeit noch einmal zu Tanken und eine tolle Straße.

Diese Berge werden uns heute begleiten.

Von Opuwo geht es nochmal fast 200 km auf Gravelroad. Auf und ab, ging es durch schier endlose Berge und Täler selten kam mal eine kleine Siedlung die Gegend war steinig und trocken wechselte zwischen grauem und roten Gestein. Mit lichten Baum und Strauchlandschaften. Hin und wieder ein paar Ziegen- oder Rinder-Herden und Kinder. Immer wieder durchqueren trockene tiefe Bachläufe die Straße die uns jedesmal runter bremsten, so dass wir im Schnitt nicht schneller als 50km/h voran kommen. Die Landschaft ist wunderschön bergig.

Nach fast 4 Stunden erreichen wir unser Ziel Epupa und den Kunene. Eine Oase inmitten der Steinwüste. Es ist ziemlich warm hier oben im Norden. Deshalb werden wir den Spaziergang zu den Fällen erst morgens früh machen wenn es kühler ist und jetzt erstmal etwas chillen.